Image of flanges.

Die Norm DIN EN 1092‑1 beschreibt Flanschtypen aus Stahl und legt unter anderem Anforderungen fest zu Abmaßen, Toleranzen, Werkstoffen sowie zu den maximal zulässigen Drücken. Der Bereich der enthaltenen Nennweiten reicht von DN10 bis DN4000. Der Bereich der enthaltenen Druckstufen von PN2.5 bis PN100. Es werden acht unterschiedliche Flanschtypen spezifiziert, die zur Unterscheidung mit einer Nummer gezeichnet sind. Die Nummern sind nicht fortlaufend, um die künftige Aufnahme weiterer Flanschtypen zu ermöglichen. Die Flanschtypen unterscheiden sich im Wesentlichen in der Ausführung der Verbindung zwischen Flansch und der den Flansch tragenden Komponente. Zusätzlich zu den Flanschtypen werden acht unterschiedliche Formen für die Flanschdichtflächen spezifiziert, welche durch Buchstaben gekennzeichnet sind.

Der maximal zulässige Druck wird in der Norm als PS bezeichnet. Die maximal zulässige Temperatur als TS. Für Nennweiten bis DN600 werden die maximal zulässigen Drücke für die in der Norm enthaltenen Druckstufen in Abhängigkeit des Werkstoffs des Flanges und der maximal zulässigen Temperatur angegeben. Die Werte der maximal zulässigen Drücke nehmen mit zunehmender Temperatur ab, so dass sie höchstens bei niedrigen Temperaturen mit dem Wert der zugehörigen Druckstufe übereinstimmen. Bei höheren Temperaturen sind die maximal zulässigen Drücke markant reduziert und können deutlich unter dem Wert der Druckstufe liegen. Bei einigen Werkstoffen ist selbst bei Raumtemperatur keine Übereinstimmung der beiden Werte gegeben. Für Flange größer als DN600 muss der maximal zulässige Druck als Funktion der geforderten maximal zulässigen Temperatur rechnerisch ermittelt oder durch spezielle Erfahrung nachgewiesen werden.